Verabschiedung unserer Schulleiterin Frau Tilk


…der vielen schönen Jahre wegen, die ich hier wirklich gern verbracht…

Schulleiterin Anita Tilk geht in den wohlverdienten Ruhestand –

bewegende Feier an der Astrid-Lindgren-Schule in Erbach

 

Freitag, 27.01.2017,  – In der Aula der Astrid-Lindgren-Schule (ALS) in Erbach herrschte Hochbetrieb: Während die geladenen Gäste ihre Plätze einnahmen, stellten sich die Kinder – ein Großteil von ihnen verkleidet als Pippi Langstrumpf oder Michel – auf der Bühne auf. Eine bunte, fröhliche und manchmal auch emotionale Feier begann…

Die Kinder gaben ihr Bestes: Sie sangen – unter der musikalischen Leitung von Sabine Lepczyk – mit Begeisterung den Schulsong, das „Michellied“ und „Hey Pippi Langstrumpf“ und spielten das Theater „Das Fünf-Öre-Stück“,  wussten sie doch, dass ihre geliebte Schulleiterin Anita Tilk selbst der Schule den Namen „Astrid Lindgren“ gegeben hatte.

Auch die geladenen Gastredner hatten sich allesamt wohltuend auf das altersmäßig bunt gemischte Publikum an einer Grundschulfeier eingestellt: In kurzen, aussagekräftigen Reden überbrachten sie ihre Grüße und dankten Frau Tilk für ihren unermüdlichen Einsatz und die jahrelange umsichtige Führung ihrer Schule.

Pfarrer Dr. Thomas Hörschelmann führte durch das Programm. Mit einer eigens mitgebrachten Türschwelle in der Hand wies er Kinder wie auch Erwachsene auf die gewaltige Bedeutung dieses Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand hin. Zum Ende der Feier sollte Frau Tilk diese Schwelle dann überschreiten…

Bürgermeister Harald Buschmann dankte Frau Tilk für den gewaltigen Beitrag, den sie mit der Bildungsarbeit an der Schule auch für die gesamte Gesellschaft geleistet hat. Oliver Grobeis, erster Kreisbeigeordneter, wies darauf hin, dass der Name „Astrid-Lindgren-Schule“ für ihn immer ganz eng mit dem Namen „Anita Tilk“ verbunden gewesen sei. Markus Proksch, Schulamtsdirektor, betonte, dass die Schule auch dank der guten persönlichen Vernetzung ihrer Chefin immer mit großem Erfolg geführt werden konnte.

Schließlich kam der für viele Anwesende wohl bewegendste Programmpunkt: die Abschiedsrede von Anita Tilk! Sie erwähnte, wie gern sie immer in Erbach gearbeitet habe. Sie beschrieb ihr Team als offen für Neues und konstruktiv mitdenkend und bedankte sich für die freundschaftliche Atmosphäre, dank der auch in Zeiten höherer Arbeitsbelastung immer noch entspannt zusammengearbeitet werden konnte. Und sie wäre nicht Anita Tilk gewesen, hätte sie nicht auch über die Weiterentwicklung und zukünftige Ausrichtung der Schule noch etwas zu sagen gehabt: „Erziehung zur Demokratie“ lautete da ihr Stichwort. Sie betonte, wie wichtig es im heutigen politischen und gesellschaftlichen Umfeld sei, Kinder zu kritischem und hinterfragenden Denken zu erziehen! Auch sie selbst will in Zukunft nicht untätig bleiben: So zitierte sie zum Abschluss ihrer Rede ihre geliebte Astrid Lindgren: „Es gibt kein Verbot für alte Weiber in Bäume zu klettern!“

Die ganze Feier war geprägt von einer vertrauensvollen und freundschaftlichen Atmosphäre, wie sie auch von mehreren Rednern als typisch für die Schule erwähnt worden war. Diese gute Stimmung wurde noch einmal besonders spürbar in der witzigen und aussagekräftigen „Rede des Kollegiums“ von Barbara Kittelmann, wie auch in Abschiedsliedern und den sehr persönlich geprägten Geschenken. Sascha Mayer, Schulelternbeiratsvorsitzender würdigte Frau Tilk in einer humorvoll gestalteten Präsentation. Heidi Adam, Schulleiterin der Schule am Sportpark, Nicole Kelbert-Gerbig, Sparkasse, und Reinhard Hastert, Volksbank Odenwald, überbrachten persönlich gestaltete Grußworte.

Frau Tilk kannte die ALS schon, als diese noch im Rohbau stand. Sie hat die Schule während 15 Jahren mit viel Umsicht und Engagement geleitet. Schon zu Beginn ihrer Tätigkeit an der ALS brachte Anita Tilk einen großen Erfahrungsschatz mit, war sie doch zuvor während langer Zeit an der Einhardschule in Steinbach tätig gewesen. Neben einer innovativen Pädagogik und Methodik, deren Umsetzung sie über all die Jahre hinweg mit viel Herzblut realisierte, standen für Frau Tilk immer auch die Einzelschicksale der ihr anvertrauten  Kinder und Lehrer im Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit! Dieser Blick aufs Ganze war es wohl auch, der sie – neben ihren kernigen Sprüchen und ihrem ausgeprägten Humor – als Schulleiterin und Chefin so beliebt sein ließ!

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